Wirtschaftliche Risiken des Neubaus von Kohlekraftwerken in Deutschland

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Diskussionen um die Strukturen der zukünftigen Energieerzeugung in Deutschland sind geprägt von einem Spannungsfeld zwischen ökono­mischer Effizienz, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit. Derzeit sind in Deutschland 29 neue Stein- und Braunkohlekraftwerke in Planung oder bereits im Bau, deren Verwirklichung vor allem auf dem Argument der Versorgungssicherheit basiert. Da sich das Energie­erzeugungssystem durch extrem lange Investitionszyklen bei Kraftwer­ken und Netzen auszeichnet, sind heutige Kraftwerksprojekte den Bedingungen und Anforderungen des Jahres 2050 und darüber hinaus unterworfen. Es soll aufgezeigt werden, welche zukünftigen wirtschaftli­chen und klimapolitischen Rahmenbedingungen die Rentabilität von neuen Kohlekraftwerken langfristig gefährden und damit grundlegend in Frage stellen. Wenngleich von einem ordnungspolitischen Verbot neuer Kraftwerksprojekte grundsätzlich abgesehen wird, sollen die langfristi­gen Risiken bestehender Regularien und Strukturen der Energieerzeu­gung – wie dem europäischen Emissionshandel, dem Ausbau Erneuer­barer Energien oder der zunehmenden Dezentralisierung und Liberali­sierung des Strommarktes – für die Wirtschaftlichkeit der Kohlever­stromung herausgestellt werden.

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Inhalt

Ausgangslage

A. Unvereinbarkeit mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien

Geringere Vollaststundenzahl verursacht höhere Betriebskosten

„Merit Order“-Effekt verdrängt ineffiziente Kohle und verhindert Strompreisanstieg

B. Verteuerung der Kohlekraft aufgrund höherer Betriebskosten

Verteuerung aufgrund höherer Brennstoffpreise

Verteuerung aufgrund höherer Zertifikatspreise

C. CCS als Bislang ungewisse und teure Zukunftsoption

Investitions- und Stromgestehungskosten

Zertifikatspreis zu niedrig, um Kosten zu decken

CCS in Konkurrenz mit Erneuerbaren Energien

Literatur